Deutschland Im Mietrausch

Mein Haus, mein Auto, meins – Hauptsache besitzen, das war einmal. Denn während der Kauf eines Gegenstandes langer auch als Festigung des eigenen Status galt und die einzige Möglichkeit war, diesen zu nutzen, ist in der Bundesrepublik ein Umbruch zu beobachten. Statt alles auch wirklich besitzen zu wollen, möchten immer mehr Deutsche Gegenstände nur nutzen und gleichzeitig auch so wenig Geld wie möglich ausgeben. Die Lösung: mieten statt kaufen zieht sich mittlerweile wie ein roter Faden durch alle Lebenslagen.


Geld sparen als Privatperson

Etwas zu mieten gibt einem die Möglichkeit, etwas zu nutzen, was man sich sonst nie leisten könnte. Oder für das man eben eigentlich nie so viel Geld ausgeben würde, jedoch trotzdem gerne für eine gewisse nutzen würde. Das beste Beispiel ist hier das Auto. Lange war das Fahrgeschäft der ganze Stolz der Deutschen. Mittlerweile reizen die günstigen Angebote die meisten dazu, doch lieber ein Auto zu leasen. Oder ganz auf Car Sharing umzusteigen. Auffallend ist, dass vor allem Luxusgegenstände besonders gerne geliehen, statt gekauft werden. Dazu zählen auch Designerhandtaschen im Wert von tausenden Euro oder aber ein besonders schönes Kleid für die nächste Hochzeit, das Geschäftsessen oder den Abiball. Auf Luxusware muss auf diese Weise nicht mehr verzichtet werden. Auch dann nicht, wenn der eigenen Geldbeutel nicht allzu groß ist.

 

So leihen Unternehmen

Der Trend zum Mieten beschränkt sich aber nicht nur auf Privatpersonen. Auch große Unternehmen profitieren von dieser Möglichkeit, für weniger Geld dieselbe Leistung zu erhalten – nur eben auf Zeit. Das erstreckt sich sogar auf die eigenen Arbeitskräfte, die für manche Stellen für weniger Geld über Zeitarbeitsfirmen als Vertretung bezogen werden. Aber auch Materialien und Maschinen werden von Unternehmen gerne gemietet. So leihen viele Bauunternehmen leistungsstarke Maschinen lieber, statt diese selbst anzuschaffen (zum Beispiel bei Thanner Arbeitsbühnen http://www.thannerlift.de/baumaschinen-memmingen.html). Hinzu kommt, dass Unternehmen sich nicht um Pflege und Wartung kümmern müssen.