Endliche Energieformen in Deutschland

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gibt jährlich eine Studie heraus in der die Prozentualen Anteile der Technologien dargestellt werden, welche in Deutschland für die flächendeckende Energieversorgung stehen. Dabei belegen vor Allem die Technologien die ersten Plätze, die mit enormem Verbrauch von Rohstoffen einher gehen.

Im Jahr 2007 sah die Verteilung der einzelnen Technologien für Deutschland wie folgt aus.

Energiegewinnung aus Mineralölen belegte unbestritten mit einem Anteil von 33,8 % den ersten Platz der Energieversorger. Steinkohleauf dem dritten Platz schlug mit einem Anteil von 14,1 % zu Buche und Braunkohle erzielte noch einen Anteil von 11,7 %.

Erdgas und Erdölgas waren mit 22,7 % auf dem zweiten Platz und die Kernenergie belegt nur Platz 5 auf der Liste mit einem Anteil von 11,1 %. Sonstige Energieversorgungsmethoden wie Brennholz, Brenntorf, Klärschlamm, Müll und sonstige Gase verbuchen noch einen Anteil von 5 %.

Alternative Energietechniken sind hier jedoch leider noch weit ab vom Schuss. Lediglich 1,6 % werden in Deutschland derzeit durch alternative Energien gewonnen. Hierzu zählt der Staat Wasser- und Windkraft, sowie Stromerzeugung durch Fotovoltaik.

Die Vertreter der meist genutzten Energieformen lassen sich am leichtesten beschreiben. Mineralöle, Steinkohle, Braunkohle, Erdgas und Erdölgas sowie sonstige Rohstoffe werden einfach, jedoch optimiert verbrannt. Das Ziel dabei ist die Erzeugung von Wärme um ein Energieträgermedium wie Wasser zu erhitzen und durch eine Turbine zu leiten. Dadurch wird Strom erzeugt. Jedoch muss hier noch einmal erwähnt werden, dass diese Art der Energiegewinnung in den meisten Fällen durch das Verbrennen von Rohstoffen passiert, die endlich sind.

Um einen Kreislauf dieser Energieerzeugung zu gewährleisten muss das Medium nach dem Durchströmen der Turbine wieder abgekühlt werden, deswegen befinden sich solche Kraftwerke meist in der Nähe eines Flusses. Dies kann ernsthafte Auswirkungen auf die Entwicklung der Flora und Fauna des Flusses haben. Denn wenn das Kühlwasser wieder in den Fluss geleitet wird, dann erhöht sich dessen Temperatur.

Bei der Verbrennung entstehen nebenbei enorme Mengen an Abwärme und Abgasen, welche aufwändig gefiltert werden müssen. Diese Filteranlagen sind sehr Teuer und technisch aufwändig, desweiteren müssen sie gewartet und ausgewechselt werden. Dabei entsteht wieder das Problem der Entsorgung, da in diesen Filtern ja Giftstoffe ausgefiltert werden und sie somit in hoch konzentrierter Form vorliegen. Neben den Giftstoffen entstehen auch große Mengen an CO2. Das ist nicht gerade Unterhaltungsmusik in den Ohren der Umweltschützer.

Bei der Kernenergie nutzt man das Prinzip der Kernspaltung. Dazu muss Uran abgebaut werden, was sehr gefährlich für die Arbeiter ist. Dieses wird dann in Form von Brennstäben in einem Atomkraftwerk im Reaktor installiert und durch die Kernspaltung entsteht enorme Hitze. Mit diesem wird wiederum ein Medium Erhitzt, welches dann eine Turbine Antreibt. Um sich abzusichern, werden meist zwei Kreisläufe verwendet, da man im Falle eines Lecks am ersten Kreislauf, welcher mit der Kernspaltung erhitzt wird, dann keinen Austritt von verstrahltem Wärmetransportmedium hat.

Die Vorteile eines Kernkraftwerks bestehen darin, dass während der Energieerzeugung kein CO2 also Treibhausgas anfällt und manche bezeichnen Kernkraft sogar als sogenannte „saubere Energie“.

Jedoch hat die Kernkraft wesentliche Nachteile im Bezug auf Nachhaltigkeit und Sicherheit, denn nachdem die Uranstäbe verbraucht sind, strahlen sie immer noch große Mengen an radioaktiven Strahlen ab, jedoch sind diese Mengen wirtschaftlich nicht mehr nutzbar. Diese „ausgebrannten“ Kernstäbe müssen sorgfältig und umständlich Endgelagert werden. Desweiteren zahlt im Falle eines Reaktor Unglücks der Steuerzahler, da es keine Versicherung in Deutschland gibt, welche einen Reaktorunfall versichern würde.

Auch wenn man die „traditionellen“ Formen, auf denen die Energiegewinnung basiert ablehnt kann ein Sachverhalt nicht ignoriert werden. Der Energiehunger der Industrienationen und vor allem der kommende, der Schwellenländer wird sich nicht allein durch alternative Energiegewinnung decken lassen. Die Freude über das kommende Elektromobil ist sehr groß – aber genau dieser Sachverhalt zeigt das Problem. Mit dem umweltfreundlichen Elektro Auto entsteht ein gewaltiger Bedarf an Energie.