Hydraulikzylinder

Wellenkraftwerke werden durch die Bewegungen der Wellen betrieben. Die Frage ist nur, ob sich wirklich etwas darunter vorstellen kann, bzw. ob er sich auch über die Mechanismen der Kraftübertragung interessiert. Hier geht es um eine recht simple Art der Stromerzeugung, die in ihrer ursprünglichen Form eigentlich für ganz andere Zwecke genutzt wird. Die Rede ist hier von einer Zylinderanlage und im hier dargestellten Beispiel, speziell eine Anlage mit Hydraulikzylindern.

Wellenkraftwerke und hier im speziellen die Seeschlangen, übertragen die Kraft des Wassers durch Zylinder und Hydraulikvorrichtungen. Bei diesen Anlagen nutzt man geschickt die Bauteilgeometrie aus und bringt gezielt an den Stellen Hydraulikzylinder an, an denen man eine Öffnungsbewegung und eine Schließbewegung hat.

Ein Hydraulikzylinder funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip:
Man hat einen Kolben, der in einem Zylinder gelagert ist und beim Füllen mit einem entsprechenden Hydraulikmedium eine Bewegung in axialer Richtung fährt. Stellen sie sich einfach vor, sie würden an ihre Luftpumpe an der Auslassöffnung einen Wasserschlauch befestigen und dann das Wasser aufdrehen, der Griff würde durch das in den Zylinder strömende Wasser ausfahren.

Wichtig ist hier vor allem das Medium, welches die Kräfte überträgt. Luft als Medium würde sich zu sehr komprimieren lassen und wäre dadurch ungeeignet für größere Anlagen, denn hier geht es um die Übertragung von großen Kräften. Normalerweise ist das Medium, welches man für Hydraulikanlagen wählt ein spezielles Hydraulik Öl mit geringer innerer Reibung und guten Fließeigenschaften. Öl wird auch vor allem deshalb gewählt, weil man bei der Hydraulik sehr oft mit hohen Temperaturen arbeitet. Hohe Temperaturen entstehen sogar erst aufgrund der Arbeit mit einem der Hydraulikaggregate.

In der Regel wird eine Hydraulikanlage durch Pumpen, einen entsprechend großen Hydraulikflüssigkeitsspeicher, Schläuchen in ausreichend großen Dimensionen und Festigkeiten und natürlich den Zylindern realisiert. Die Zylinder sind hier im Speziellen natürlich Hydraulikzylinder und finden Verwendung in vielen Anlagen im Bereich Maschinenbau und Fahrzeugtechnik.

Bei den Seeschlangen nutzt man das Prinzip des Hydraulikzylinders in umgekehrter Weise. Hierbei wird der Zylinder durch die Kraft der Wellen auseinander gezogen und zusammen geschoben und die dabei verdrängte Öl- Menge, je nach gewähltem Medium für das Hydraulikaggregat, treibt diese dann eine Turbine zur kontinuierlichen Stromerzeugung an.