Umweltfreundlicher Rennsport: Kettcar und Gocarts

In Zeiten, in denen die natürlichen Ressourcen der Erde immer knapper werden, ist es essentiell wichtig an alternativen Energietechniken zu forschen und damit die Umwelt und unseren Lebensraum etwas zu entlasten. Nach jahrelanger Arbeit und großen Fortschritten im Bereich der Entwicklung von alternativen Energien, wird dieses Prinzip nun auch endlich in der Automobilbranche groß geschrieben, was viele weitere Bereiche positiv beeinflusst. So auch den Rennsport: ein gutes Beispiel sind hier Kettcar und Gocarts.

Das Kettcar der Firma Kettler ist schon seit jeher eine sehr umweltfreundliche Rennsport-Lösung, da es seit Produktionsbeginn in den 70er Jahren ohne Motor läuft und sich trotzdem größter Beliebtheit erfreut. Es wurde im Prinzip als Fahrrad mit vier Rädern und größerem Komfort entwickelt, dass es seiner Zielgruppe, nämlich Kindern und Jugendlichen, problemlos ermöglichen sollte im Freien über Felder und Wiesen fahren zu können; gewissermaßen ein leicht zu handhabendes Outdoor- bzw. Trekking-Fahrrad. Nachdem das Kettcar aber auch für sehr kleine Kinder schon recht einfach zu handhaben ist und der Aufbau dem eines kleinen Autos gar nicht so unähnlich ist, blieben natürlich Leistungsmessungen und Rennen mit Gleichaltrigen nicht aus. Auch heute noch werden die Kettcars mit ihrem überarbeiteten, sehr sportlichen Design von Kindern und Jugendlichen aller Alterstufen mit großer Begeisterung in ihrer Freizeit gefahren und für kleine Rennen genutzt- und das Ganze ohne dabei die Umwelt zu belasten.

Das Gocart dagegen ist zwar äußerlich dem Kettcar sehr ähnlich, der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, dass das Gocart seit seiner Erfindung 1956 in Amerika ein Motorenfahrzeug ist. Das erste Gokart des Ingenieurs Art Ingles wurde von einem Rasenmähermotor betrieben; später waren sogar die Motoren von Motorsägen üblich, um die beliebten Gefährte in Bewegung zu setzen. Mit der steigenden Popularität von Gocarts und Gocart-Rennen, wurde natürlich auch der Reiz nach leistungsfähigeren Motoren immer größer. Heute gibt es Motoren mit bis zu 235 PS, die im Gocart Profirennsport zum Einsatz kommen.

Aus ökologischer Sicht sind diese Motoren jedoch noch stark verbesserungswürdig. Allerdings geht der Gocart-Sport mit gutem Beispiel voran: Es gibt bereits einige Hersteller von Gocarts, die ihre Fahrzeuge auch mit Gas- oder Elektromotoren ausstatten. Diese Lösung ist zwar noch nicht ganz optimal, aber ein großer Schritt in die richtige Richtung. Und wenn der Fortschritt in der Entwicklung von alternativen Energien weiterhin so rasant voranschreitet und die Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern jeglicher Art noch intensiver verfolgt wird, dann kann man davon ausgehen, dass wir nicht nur bald Gocarts mit alternativen Energien betreiben können, sondern auch in vielen anderen Motorsportbereichen auf den Einsatz umweltschonender Antriebe geachtet wird.