Vor- und Nachteile alternativer Energie

Wenn wir einmal die gängigen Energieformen wie Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke betrachten, dann fällt auf, dass diese ihre Wirtschaftlichkeit dadurch erreichen, dass sie mit relativ geringem Platzbedarf dezentral Energie liefern können. Wir haben also geringen Platzbedarf, viel Stromerzeugung und da stellt sich natürlich die Frage, warum sollte man dieses besonders bequeme Modell der Energiegewinnung durch enormen technischen Aufwand, sowohl bei den Anlagen als auch für das Stromversorgungsnetz, ersetzen?

Viele Atomenergie Befürworter werfen den „Gegnern“ vor das ihr einziges Argument lediglich Tschernobyl sei. Tatsache ist hier tatsächlich, dass die technischen Standarts in Deutschland um vieles höher sind als in den umliegenden Ländern. Doch auch wenn man hier das Schreckgespenst eines Reaktorunfalls wie bei der Anlage Majak und darauf folgend dem Unfall in Tschernobyl außen vor lässt, gibt es weiterhin zahlreiche Argumente für alternative Energien.

Die Umwelt wird durch diese Energietechniken stark beeinflusst. Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke erzeugen viel Abwärme, die in Flüsse oder die Luft abgeleitet werden muss um die Prozesse der Energiegewinnung unter Kontrolle halten zu können.

Kohlekraftwerke im speziellen erzeugen trotz modernen Rauchgasreinigungsanlagen große Mengen an Kohlendioxid. Hier hilft laut der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. am besten die terrestrische Biosphäre, oder anders ausgedrückt: Bäume pflanzen, oder zumindest die Entwaldung und Wüstenbildung verhindern. Hier muss man der Atomkraft zugute halten, dass diese während des Betriebs ohne CO2 Ausstoß auskommt.

Desweiteren ist das verbrennen von Öl oder Kohle zur Energiegewinnung, da gerade Öl als endlicher Rohstoff um vieles besser genutzt werden könnte.

Atomkraftwerke haben das Problem der Endlagerung und sogar der Abbau von Uran hat schädliche Einflüsse auf die Umwelt. Eine endgültige und sichere Lösung für die Endlagerung von radioaktivem Material ist leider immer noch nicht erreicht worden.

Man muss sich auch die Frage stellen, ob ein Atomkraftwerk überhaupt wirtschaftlich arbeiten kann. Hier ist das Stichwort – Nachhaltigkeit. Den zu einem Prozess gehört auch die Entsorgung und der so genannte Atommüll hält sich mehrere tausend Jahre. Außerdem müssen solche Anlagen auch versichert sein. Das Problem dabei ist, das sich ein Atomkraftwerk gegen einen Super-Gau gar nicht versichern kann, da die Kosten die hier entstehen würden unkalkulierbar sind. Die Kosten hier, genauso wie bei der Endlagerung trägt der Bürger.

In der Politik wird diese Thematik heftig diskutiert und der geplante Atom Ausstieg für das Jahr 2020 ist derzeit auf dem Prüfstand.

Hier muss man zugeben, dass ein Atomausstieg und darauf folgend eine Versorgung mit Atomstrom aus den umliegenden Ländern verlogen wäre.

Um Deutschland flächendeckend mit alternativem Strom zu versorgen müsste das vorhandene Stromnetz ausgebaut werden. Und im Gegensatz zum Atomstrom ist die Versorgung mit alternativem Strom nicht konstant.

Eine steife Briese an der Nordsee würde kurzzeitig für hohe Stromversorgung sorgen, diese würde jedoch den Süden Deutschlands nicht erreichen, da die Leitungen dafür nicht ausgelegt sind (Mehr dazu unter Vorteile und Nachteile von mobilen Internet). Außerdem bläst der Wind ja nicht immer gleich stark, oder die Sonne trifft nicht immer mit gleicher Intensität auf die Kollektoren.

Dies würde es erforderlich machen, auf viele verschiedene alternative Energieformen zu setzen um ein konstantes Level halten zu können, oder eben im Notfall auf eins der herkömmlichen Energieformen auszuweichen, wie eine Art Notstromaggregator.

Trotzdem muss das Ziel richtung alternative Energiequellen weisen, da Öl als Rohstoff endlich ist und der CO2 Ausstoß verringert werden muss. Weiterhin ist das Problem der Endlagerung von Brennstäben ungelöst und nicht akzeptabel. Einfach nur Anlagen in die Landschaft zu stellen ist hier jedoch auch der falsche Weg, wenn nicht dazu das Stromnetz ausgebaut wird.