Gezeitenkraftwerk

Ein Gezeitenkraftwerk existiert, weil es den Mond gibt. Der Mond stellt eine sehr große Masse dar, die täglich um die Erde kreist. Dazu muss man wissen, dass große Massen anziehend wirken und die Wasseroberfläche darauf reagiert. Durch diese Anziehung wird ein periodisch wechselnder Wasserstand erzeugt, den der Mensch sinnvoll nutzen kann.

Den Unterschied des Wasserstandes zwischen Ebbe und Flut nennt man auch Tidenhub. Dieser kann je nach Region sogar 12 Meter betragen. Dies wäre der Fall an der Atlantik Küste von Europa.

Ein Gezeitenkraftwerk speichert die Wassermenge nach einer Flut hinter Staumauern auf und dann folgt das Prinzip eines üblichen Staudamms. Aber auch die Flut selbst, also das Strömen des Meeres zur Landmasse hin wird von den Turbinen zur Stromerzeugung genutzt.

Der Vorteil dieser Technologie zur Stromerzeugung ist natürlich der CO2 freie Betrieb während der Stromerzeugung. Und die Unabhängigkeit von Rohstoffen. Um ein Gezeitenkraftwerk jedoch wirtschaftlich sinnvoll nutzen zu können bedarf es eines Tidenhubes von mindestens 5 Metern, und einer einfachen Möglichkeit das Wasser nach Flut hinter dem Staudamm zu speichern. Außerdem wirkt sich die „verzögerte“ Flut auf die benachbarten Küsten aus, denn das Wasser das nicht durch die Schleusen des Kraftwerks gelangen kann muss dann ausweichen auf die benachbarten Regionen.

Um dies zu umgehen, kann man die Anlagen während der Flutung auch als Pumpspeicherwerk nutzen und den während der Flutung gewonnenen Strom nutzen um noch mehr Wasser in das Reservoir Zu pumpen. Dadurch erreicht diese Technologie der Wasserkraft in der konstanten Phase noch höhere Leistungen.

Durch diesen Speicher kann man auch eine nahezu konstante Stromerzeugung erreichen, einzig durch den Gezeitenwechsel von Ebbe und Flut unterbrochen. Die derzeit größte Anlage besitzt eine Nennleistung von 240 Megawatt und ist seid 1967 in St. Malo Betrieb