Osmose Anlagen

Die Osmose Anlage nutzt die unterschiedlichen Eigenschaften von Salzwasser und Süßwasser aus. Hierbei wird zwischen beide Wasserschichten eine Semipermeable Membran installiert, dass bedeutet, dass die Folie oder Schicht in eine Richtung durchlässig ist und in die andere nicht.

Wenn man nun einen Behälter mit Salzwasser Füllt und ihn mit Süßwasser umströmt, dann kann dieses Süßwasser in den Behältereindringen und somit entsteht ein Süßwasser-Salzwasser Gemisch, welches durch das steigende Volumen einen Druck aufbaut. Dieser Druck kann ein vielfaches des Umgebungsdrucks (1 Bar oder 10 hoch 5 Pascal)betragen und damit durch eine Turbine geleitet werden welche dann Strom erzeugt.

Laut Studien könnte man bereits mit einem Kubikmeter Süßwasser pro Sekunde eine Stromleistung von einem Megawatt erzeugen. Ein großer Fluss transportiert pro Sekunde ungefähr Tausend Kubikmeter Süßwasser.

Einsatzmöglichkeiten sind überall dort, wo ein Süßwasser Fluss in ein Meer mündet. Und auch hier hat man wieder den Vorteil des CO2 freien Betriebs.

Das Problem einer Osmose Anlage als Technologie der Wasserkraft liegt in der Qualität der Membran. Diese muss durchlässig sein für große Mengen an Süßwasser, jedoch darf im Gegensatz dazu so gut wie kein Salzwasser zurückfließen können um den Druck aufrecht zu erhalten.

Derzeit liegen die möglichen Leistungen bei ca. 3,7 Watt pro Quadratmeter der Membran. Laut den Betreibern der ersten Anlage in Norwegen würde eine wirtschaftliche Nutzung der Osmose Anlage bei 5 Watt pro Quadratmeter beginnen.